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Das Engagement der Gewerkschaften im digitalen Zeitalter: Überholt oder nötiger den je?

Ortsverein


Als Wirtschaftsinformatiker mit am Tisch: Jonas Hoffmann, Bundestagskandidat (2.v.l.)

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dabei sein – Mitmachen“ des SPD Ortsvereins Rheinfelden stand am Montag, 24. April 2017 das Wirken der Gewerkschaften im Focus des Abends.

„Das Engagement der Gewerkschaften im digitalen Zeitalter: Überholt oder nötiger denn je?“: Zur Beantwortung  dieser Frage hatte der SPD  Ortsverein Wilfried Penshorn, Bezirksleiter der IG BCE für den fachkundigen Input eingeladen. 

Wilfried Penshorn nutzte diese Einladung, um die im Grundgesetz festgeschriebene Rolle der Gewerkschaften in der Demokratie  zu erläutern und das Engagement  der Gewerkschaftsvertreter hier im Südwesten vorzustellen.

Leider müssen die Gewerkschaften bundesweit feststellen, dass das Interesse an einer Mitgliedschaft in den  Gewerkschaften gesunken ist. Besonders betrifft dies die neuen Bundesländer. „Dies ist eigentlich unverständlich angesichts der steigenden Zahl an Arbeitsverträgen ohne Tarifbindung und der prekären Arbeitsverhältnisse“, so Penshorn. Ebenso sind auch viele Unternehmen nicht mehr Mitglied in einem Arbeitnehmerverband,  den Verhandlungspartnern der Gewerkschaften.

Als eine der Ursachen sah er die immer stärker werdende Tendenz  der Arbeitnehmer zum Einzelkämpfertum. „Der Solidaritätsgedanke, der die Gewerkschaften in der Vergangenheit stark gemacht hat, geht verloren. Die Arbeitgeber vertrauen vielmehr darauf, dass der Arbeitgeber sich schon an die ausgehandelten Tariflöhne halten wird, obwohl faktisch nur Gewerkschaftsmitglieder Anspruch auf einen Tariflohn haben.“

Nach wie vor setzen sich die Gewerkschaften für Verbesserungen der Arbeitsbedingungen ein. Ging es in der  Vergangenheit darum, gesundheitliche  Schäden bei harter körperlicher Arbeit durch Arbeitserleichterungen zu vermeiden, so geht es heute vielmehr darum auf die zunehmenden psychischen Belastungen und Erkrankungen durch die hohe Arbeitsverdichtung  im digitalen Zeitalter zu reagieren.

Im Anschluss wurden verschiedene Punkte von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern - darunter auch Betriebsräte – kontrovers diskutiert, so die Frage, welche Möglichkeiten der Einflussnahme der Gewerkschaften angesichts der wachsenden Globalisierung bleiben. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt wies darauf hin, dass „wir als Stadt gute Voraussetzungen für Unternehmen bieten müssen, damit sich die mittelständischen Unternehmen der Globalisierung stellen und die Digitalisierung als Chance nutzen können.“  Trotzdem betont auch hat er dass „Arbeitsethik immer wichtiger wird.“

Jonas Hoffmann, Dozent für Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Lörrach und Bundestagskandidat für den Wahlkreis Lörrach-Müllheim ergänzte dazu: „Wirtschaftsethik wird  viel zu wenig am Arbeitsplatz und während der Ausbildung thematisiert.“ und „Wir müssen Arbeit neu denken und verteilen“.

Auch die Verbraucher können und müssen  und können Verantwortung übernehmen. Mit ihrem Konsumverhalten können sie Einfluss nehmen, welche Unternehmen erfolgreich sind, so Wilfried Penshorn und Jonas Hoffmann ergänzte dazu, dass wir „global denken müssen, aber auch im Rahmen der Gesetzgebung  Grenzen setzen müssen.“

 
 

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