SPD im Gespräch: Ärztliche Versorgung und Notfalldienstregelung in Rheinfelden

Veröffentlicht am 12.07.2013 in Ortsverein

Gesundheit wünschen wir uns alle, was ist aber, wenn dies nicht der Fall ist? Finden wir auch in Zukunft dann noch ärztliche Hilfe vor Ort?

Am 10. Juli nahm der SPD-Ortsverein Rheinfelden die Diskussion über die ärztliche Versorgung hier im Landkreis Lörrach zum Anlass, Fachleute und Politiker zu einer Gesprächsrunde einzuladen.
Dr. Johannes Probst, Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg, Armin Müller, Krankenhäuser im LK Lörrach, Dr. Achim Schulte-Kemna, niedergelassener Arzt in Rheinfelden, ein Vertreter des Krankenhausfördervereins und Dr. Thomas Mengel, Bundestagskandidat der SPD standen an diesem Abend Rede und Antwort.

Dr. Probst zeigte anhand aktueller Zahlen auf, dass sich die ärztliche Versorgung in den nächsten Jahren auch für die Rheinfelder Bevölkerung verändern wird: Allein bei den Hausärzten wird in den nächsten Jahren in 38 % aller Praxen aufgrund des Alters ein Wechsel anstehen. Ob alle Praxen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin finden werden, ist aufgrund des demografischen Wandels nicht sicher: Es wird immer schwieriger junge Ärzte für eine allgemeinärztliche Praxis zu finden. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen, wie z.B. lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung, Entfernung zu den großen Städten mit sehr attraktiven Angeboten. Dies wurde auch von den anwesenden Ärzten bestätigt.
Die daraus entstehenden Lücken zeigen sich heute schon beim hausärztlichen Notfalldienst, der nun ab Januar 2014 neu geregelt wird. Hierbei stieß der Plan hausärztliche Notfallpraxen an Kliniken anzugliedern auf Zustimmung, aber über die Entscheidung, das Rheinfelder Krankenhaus nicht zu berücksichtigen, stieß auf heftige Kritik, da in der Region Grenzach-Wyhlen – Rheinfelden - Schwörstadt wesentlich mehr Menschen leben als im Wiesental. Diese Entscheidung wird jedoch nicht ohne die KV sich ändern lassen, wobei Dr. Probst jedoch zusagte, dass die jetzige Entscheidung für Schopfheim nicht „in Stein gemeißelt“ sei.
Die zukünftige Entwicklung wird hier vielleicht noch zu Veränderungen führen.

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