VorwärtsEXTRA sprach mit Gernot Erler, Russlandbeauftragter der Bundesregierung, über die politische Zukunft der Ukraine.
Wie schwerwiegend ist Putins Verletzung des Völkerrechts gegenüber der Ukraine angesichts der russisch geprägten Geschichte der Krim und auch angesichts früherer Völkerrechtsverletzungen zum Beispiel im ehemaligen Jugoslawien von Seiten der Nato?
Eine Völkerrechtsverletzung rechtfertigt nicht die nächste! Außerdem: Der Kosovo-Krieg von 1999 sollte ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit stoppen, nämlich die Vertreibung der albanischen Kosovaren durch Miloševi ́c. Der Vergleich mit der Krim hinkt. Ein massives Vorgehen der Ukrainer gegen die russischen Krimbewohner hat es zu keinem Zeitpunkt gegeben. Russland hat mit seiner Einverleibung der Krim eindeutig zwei Verträge von 1994 und 1997 gebrochen, in denen es die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine garantiert hat.
Aktuell streiken in Baden-Württemberg Journalistinnen und Journalisten für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid hat dazu einen Meinungsbeitrag verfasst.
Wenn wir Leser morgens die Zeitung aufschlagen, ist uns oft gar nicht bewusst, wie viel Arbeit hinter unserer Lektüre steckt. Unter welchen Bedingungen diese oft erbracht wird, noch viel weniger.
Umso mehr verdienen die Kolleginnen und Kollegen, die sich im Rahmen der Sozialpartnerschaft für faire Arbeitsbedingungen einsetzen, unsere Solidarität. Auch und gerade, weil sie uns Politiker manchmal ärgern.
Ich patentiere mir die Welt, wie sie mir gefällt: Mir zahlend, wenn Menschen essen, ernten oder Nahrungsmittel verkaufen. So stellen sich einige der großen Agrochemie-Firmen anscheinend die Zukunft vor. Auf seiner letzten Sitzung diskutierte der SPD-Kreisvorstand Lörrach das Phänomen, dass immer mehr Patente auf Lebewesen (Schweine etc.) und Saatgut angemeldet werden. Eine besondere Aktualität gewinnt dieses Thema durch die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA. Dadurch könnten europäische bzw. deutsche Standards aufgeweicht werden, unter anderem die Gentechnikkennzeichnungspflicht, welche Konzernen, wie Montesano, schon lange ein Dorn im Auge sind.
Dabei zeigte sich laut Swissaid in den USA bereits, dass die „Patentierung“ der Nahrungsmittelherstellung nicht zu mehr/besserem Essen für alle führt, sondern stattdessen zu einer höheren Marktkonzentration, höheren Preisen für das Saatgut bei gleichzeitig reduzierter Auswahl und einer wachsenden Abhängigkeit der Landwirte von den Saatgutproduzenten. Wenig überraschend, dass diese Entwicklung von den großen Agrochemie-Konzernen gefördert wird.
Wir als Sozialdemokraten müssen uns hinter unsere regionale Landwirtschaft stellen. Es kann nicht sein, dass sie – aufgrund fehlender Lobby – von großen Konzernen über den Tisch gezogen werden und wir Verbraucher als Konsequenz u.a. letztendlich genetisch modifizierte Nahrungsmittel zu uns nehmen müssen. Dies besonders vor dem Hintergrund, dass sich zwischen 2007 und 2009 hat die Zahl der internationalen Patentanmeldungen auf die Zucht konventioneller Pflanzen mehr als verdoppelt hat.
Daher begrüßte Michael Hitz, der Kreisvorsitzende, besonders die Entscheidung des Europäischen Parlaments vom 11. März, in welcher der Verordnungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Neuordnung zum Staatgut vom Parlament zurückgewiesen wurde.
Dazu Evelyne Gebhardt, SPD-Europaabgeordnete aus Baden-Württemberg: „Der Vorschlag der Kommission war unausgewogen und für uns Sozialdemokraten nicht tragbar. Es darf nicht sein, dass kleinere und mittlere Landwirtschafts- und Züchtungsbetriebe beim Handel mit Pflanzenvermehrungsmaterial das Nachsehen haben. Eine weitere Monopolisierung der Saatgutmärkte muss unbedingt verhindert werden“.
Umso wichtiger ist eine hohe Beteiligung bei der Europawahl im Mai diesen Jahres, damit diesmal eine sozialdemokratischere Europäische Kommission unter Martin Schulz ins Amt kommt, die sich stärker auf uns Menschen in Europa konzentriert und das was wir wollen.
Um die bildungspolitische Debatte zu versachlichen, haben wir eine Serie zur Bildungspolitik angelegt. Insgesamt werden wir in diesem Zusammenhang fünf Artikel publizieren. Das heutige Thema ist die Gemeinschaftsschule.
1. Eine zukunftsweisende Schullandschaft benötigt auf erkennbare Problemstellungen eine klare Antwort. Unsere Antwort auf die Forderung von Eltern nach mehr Ganztagsangeboten, mehr Inklusion, mehr individueller Förderung, mehr Bildungsgerechtigkeit ist die Gemeinschaftsschule.
Nils Schmid hat die Genossinnen und Genossen auf dem Landesparteitag in Wiesloch für die Europa- und Kommunalwahl angefeuert. „Wenn wir geschlossen sind, wenn wir mit breiter Brust auftreten, wenn wir von uns überzeugt sind, dann werden wir auch die Menschen im Land von uns überzeugen“, rief der SPD-Chef unter dem Beifall der 320 Delegierten.
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